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Daidalos-Kolloquium München
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Erik Händeler
Der Dozent begann seine journalistische Laufbahn bereits früh in Ingolstadt und studierte daraufhin Volkswirtschaft und Wirtschaftspolitik. Heute ist er unter anderem ein Spezialist für die Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen.
Nicht die Gier und Zockerei der Banker hat die jetzige Wirtschaftskrise ausgelöst; die Ursachen liegen tiefer. Nach vielen Jahren, in denen Produktivitätsschübe - ausgelöst vor allem durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie - hohe Profite brachten und neue Investitionen anschoben, wurde in den letzten Jahren weniger verdient, daher sank das Interesse an Krediten, also sanken die Zinsen, und auf der Suche nach Gewinnmöglichkeiten wurden die Kreditgeber immer leichtsinniger, bis zum bösen Erwachen.
Ähnliche Krisen gab es auch schon früher, z.B. nach dem Ende des Eisenbahnbooms 1873. Und die Weltwirtschaftskrise von 1929 war im Grunde das Ende des durch die Elektrifizierung ausgelösten langen Wirtschaftsaufschwungs.
Es muss diesmal nicht zu einer tiefen Krise kommen, wenn es gelingt, bald den nächsten Strukturzyklus zu erschließen: Immer haben sich die neuen Märkte an den knappen Produktionsfaktoren entwickelt und durch Überwindung großer Engpässe Quantensprünge an Produktivität ermöglicht - diese Sicht der Kondratieff-Theorie hilft, die Zukunft zu gestalten. Die Vision: Nach der Industriegesellschaft geht es nun darum, in Menschen zu investieren. Nur eine Kultur der Zusammenarbeit kann den Wohlstand in der Wissensgesellschaft steigern. Und je knapper Gesundheit wird, um so mehr wird Gesunderhaltung zum kommenden Wachstumsmarkt.
Donnerstag, 12. November 2009, 19:30 Uhr
Pettenkofer-Hörsaal Raum 320 (3. OG) im Pettenkofer Institut, Pettenkofer Str. 9a
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