Daidalos-Kolloquium München
Unser Programm
... im Überblick:
Prof. Wolfgang Ketterle
Wolfgang Ketterle has been the John D. MacArthur professor of physics at MIT since 1998. He received a diploma (equivalent to master’s degree) from the Technical University of Munich (1982), and the Ph.D. in physics from the University of Munich (1986). He did postdoctoral work at the Max-Planck Institute for Quantum Optics in Garching and at the University of Heidelberg in molecular spectroscopy and combustion diagnostics. In 1990, he came to MIT as a postdoc and joined the physics faculty in 1993. Since 2006, he is the director of the Center of Ultracold Atoms, an NSF funded research center, and Associate Director of the Research Laboratory of Electronics. His research group studies properties of ultracold atomic matter. For his observation of Bose-Einstein condensation in a gas in 1995, he received the Nobel Prize in Physics in 2001. Other honors include the Gustav-Hertz Prize of the German Physical Society (1997), the Rabi Prize of the American Physical Society (1997), the Fritz London Prize in Low Temperature Physics (1999), the Benjamin Franklin Medal in Physics (2000), and a Humboldt research award (2009).
Warum kühlen Physiker Materie zu extrem niedrigen Temperaturen? Warum ist es wichtig, Temperaturen zu erreichen, die mehr als eine Milliarde mal kälter sind als der interstellare Raum? In diesem Vortrag werde ich über neue Formen der Materie berichten, die nur bei extrem tiefen Temperaturen existieren. Mit Laserstrahlen können die Eigenschaften ultrakalter Atome modifiziert werden, und sie verhalten sich wie ein Festkörper oder ein Isolator. Vor kurzem haben wir eine suprasolide Phase realisiert, (...)
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Donnerstag, 2. November 2017, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude, Raum M218 (geändert!)
Prof. Dr. iur. Philipp Maume, SJD (La Trobe)
Prof. Maume ist seit 2013 Professor für Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht an der TUM School of Management. Nach seinem Studium in Freiburg erwarb er einen juristischen Doktortitel im Recht des Geistigen Eigentums an der Universität Augsburg sowie einen Doctor of Juridical Science an der La Trobe University in Melbourne, Australien. Er beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Rechtsvergleichung und Rechtsdurchsetzung, sowie mit dem Einfluss neuer Technologien auf das bestehende Recht.
Beobachter sprechen derzeit von einer „FinTech-Revolution“ an den Finanzmärkten. Junge technologiebasierte Unternehmen wirbeln bestehende Strukturen mit neuen Lösungen und Dienstleistungen durcheinander. Stichworte wie Robo-Advisory, Cyber-Currencies und alternative Bezahlsysteme werden nicht nur in den Fachmedien besprochen, sondern finden zunehmend ihren Weg in die breite Öffentlichkeit. Trotzdem sind viele grundlegende Fragen weiterhin ungeklärt. Was ist FinTech eigentlich genau, (...)
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Donnerstag, 22. Juni 2017, 19:30 Uhr
Hörsaal M118, im Hauptgebäude der LMU Geschwister-Scholl-Platz; Anfahrt: U3/U6 „Universität“
Ravi Kurani
Ravi Kurani ist Associate bei Earlybird Venture Capital in München, einem auf Technologie-Unternehmen spezialisierten Venture Capital Fund. In seiner Rolle evaluiert und verhandelt er Investments, insbesondere in seinen Fokusbereichen Fintech/Insurtech sowie Blockchain, und spricht regelmäßig auf Technologiekonferenzen. Vor seiner Tätigkeit bei Earlybird war er Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group.
Zum Vortrag: Technologie-Startups sind seit Jahren ein wichtiger Teil unserer Wirtschaft und Firmen wie Facebook oder Snapchat haben sensationelle Erfolgsgeschichten geschrieben. Risikokapital (Venture Capital, VC) ist die vermutlich wichtigste Finanzierungsquelle für diese Firmen und häufig eine Voraussetzung für das beobachtete explosionsartige Wachstum. Während vielen Menschen VC als Finanzierungsart und Asset-Klasse bekannt ist, ist die dahinterliegende Investment-Logik von VC-Funds für viele ein Rätsel. Der Vortrag gibt einen Einblick “unter die Haube” eines Venture-Capital-Funds und erklärt, wie dort Investment-Entscheidungen getroffen werden und was dies wiederum für Startups auf der Suche nach Finanzierung bedeutet. (...)
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Donnerstag, 4. Mai 2017, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude, Raum M018
Dr. med. Petra Frank-Herrmann
Dr. med. Petra Frank-Herrmann ist Gynäkologin und oberärztlich tätig an der Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen an der Universitätsfrauenklinik Heidelberg. Außerdem ist sie Leiterin der Ambulanz für Kinder- und Jugendgynäkologie und der Spezialsprechstunde zu Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung und der gyn. Sprechstunde für Leistungssportlerinnen (Kooperation mit dem Olympiastützpunkt). Sie ist Geschäftsführerin der Sektion Natürliche Fertilität der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsmedizin und Mitglied der Expertengruppe für nicht-hormonale Kontrazeption der European Society of Contraception and Reproductive Health. Forschungsschwerpunkte: Spontanzyklus, ovarielle Dysfunktion, Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung, Natürliche Familienplanung.
Zum Vortrag: Bei der Geschlechtsentwicklung wirken verschiedene Ebenen zusammen: die chromosomale, gonadale, somatische und die psychische Ebene. Es gibt eine Vielfalt an Besonderheiten und Störungen. Für die männliche Geschlechtsentwicklung werden in der Embryonalzeit funktionierende Hoden benötigt, da diese wichtige Hormone bilden. Die weibliche Entwicklung ist hormonunabhängig. (...)
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Dienstag, 24. Januar 2017, 19:30 Uhr
GEÄNDERT wegen stromausfall! Jetzt Frauenklinik Maistrasse 11, großer Hörsaal
Michael Fackler
Michael Fackler ist Aktuar DAV (geprüfter Versicherungsmathematiker). Nach dem Mathematikstudium in München und Pisa arbeitete er in Rom und München, u.a. zehn Jahre bei den Rückversicherungen Munich Re und Swiss Re. Heute ist er als freiberuflicher Aktuar tätig, daneben publiziert er und spricht regelmäßig auf Tagungen im In- und Ausland.
Manchmal reden sich Menschen etwas ein und lassen sich selbst durch Fakten, die klar dagegen sprechen, nicht davon abbringen. Besonders intensiv scheint dieses Phänomen zu sein, wenn eine soziale Gruppe (Familie, Firma, Nation, (...)
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Mittwoch, 23. November 2016, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude, Raum M018
Dr. Tobias Jung
Dr. Tobias Jung studierte Physik an der LMU und in Cambridge von 1994 bis 2000. Von 2001 bis 2004 promovierte er in Philosophie an der Universität Augsburg. Nach einer Zeit als Gymnasiallehrer ist Dr. Jung seit 2011 an der TU München tätig. Er ist Autor zahlreicher Publikationen und Rezensionen.
Zum Vortrag: Immanuel Kant zeigt in seiner Kritik der reinen Vernunft im Rahmen der „Antinomienlehre“ unter anderem, dass die Fragen nach der zeitlichen und räumlichen Begrenzung des Weltalls oder nach der Fortsetzbarkeit der Teilung der Materie nicht letztgültig beantwortet werden können. Demgegenüber beansprucht die moderne Physik, in der Kosmologie und der Elementarteilchenphysik mit dem Urknallmodell bzw. dem Standardmodell der Elementarteilchen eine empirische Antwort auf diese Fragen geben zu können. Vor diesem Hintergrund ist zu untersuchen, inwiefern Kants Antinomienlehre überhaupt empirisch widerlegbar ist. (...)
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Donnerstag, 14. Juli 2016, 19:30 Uhr
Raum B006, LMU Hauptgebäude Geschwister Scholl Platz
Prof. Dr Christian Walter
Prof. Walter ist seit 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Völkerrecht der LMU. Er war jahrelang wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht.
Zum Vortrag: Der Sicherheitsaspekt prägt die gegenwärtige Diskussion um rechtliche Regeln für das Internet: Bürger sorgen sich um den Schutz persönlicher Daten, Strafverfolgungsbehörden müssen sich auf neue Formen der Kriminalität einstellen und in der klassischen zwischenstaatlichen Sicherheitspolitik ist der „Cyberwar“ zum großen Thema geworden. Was bedeuten diese Entwicklungen für klassische Ansatzpunkte des Völkerrechts wie die Grundsätze der Souveränität und vor allem der Territorialität der Ausübung von staatlicher Hoheitsgewalt? In dem Vortrag sollen neben den Aspekten der Cyberwarfare vor allem auch allgemeine Fragen von grenzüberschreitenden polizeilichen Ermittlungsmaßnahmen über das Internet und des Datenschutzes behandelt werden. Es zeigt sich, dass das staatenzentrierte Völkerrecht hierbei in vielen Bereichen sachgerechte Lösungen anbieten kann. Probleme gibt es vor allem bei der grenzüberschreitenden polizeilichen Ermittlungstätigkeit.
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Montag, 6. Juni 2016, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude, Raum M018
Thomas Matzner
Thomas Matzner ist Diplom-Informatiker und Berater für Systemanalyse. Er ist Mitverfasser des Buches "IT-Freelancer - Ein Handbuch nicht nur für Einsteiger" und beschäftigt sich unter anderem auch mit ethischen Fragestellungen der Informatik.
Als Folge des Datenmissbrauchs durch mächtige Staaten und Großkonzerne wird unter anderem die Idee eines hippokratischen Eids diskutiert, mit dem Informatiker, ähnlich wie Ärzte, sich verpflichten sollen, ihren Mitmenschen keinen Schaden zuzufügen. Vor einem solchen Eid müßte ein gesellschaftlicher Auftrag an die Informatik stehen. Wie wird ein solcher Auftrag wohl aussehen? Die Menschen fordern: sicher, (...)
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Mittwoch, 13. Januar 2016, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude, Raum M018
Vortrag
Studium der Medizin, Klassischen Philologie (Griechisch/Latein) und Rechtswissenschaften in München (LMU), Würzburg und Hamburg.
Ehemals Promotionsstipendiat der Studienstiftung Ärztliche Tätigkeit an verschiedenen chirurgischen Kliniken Seit 2014 wiss. Mitarbeiter und Habilitand am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der LMU München mit einem eigenen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt zur antiken Chirugiegeschichte Forschungsinteressen: Antike griechisch- römische Medizin, insbesondere antike Chirurgie und Physiologie, Geschichte der medizinischen Ethik, Editionswissenschaft, Überlieferung antiker griechische Texte in arabischen Quellen Der hippokratische Eid wird zu Recht als das wirkungsmächtigste Schriftstück der medizinischen Ethik überhaupt bezeichnet. (...)
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Donnerstag, 19. November 2015, 19:30 Uhr
M018 im LMU Hauptgebäude
Prof. Martin Zimmermann
Martin Zimmermann studierte Geschichte und Germanistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er 1987 das Erste Staatsexamen absolvierte. 1990 erfolgte die Promotion in Alter Geschichte an der Universität Tübingen, anschließend wurde er dort bis 1997 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Frank Kolb, 1997 wurde er ebendort habilitiert. Von 1997 bis 2002 war Zimmermann Akademischer Rat in Tübingen. Seit 2002 ist er ordentlicher Professor für Alte Geschichte an der Universität München. Seit 2006 ist er Koordinator des Schwerpunktprogramms 1209 „Die hellenistische Polis als Lebensform“ der DFG. Zimmermann ist Sprecher des Graduiertenkollegs „Formen von Prestige in den Kulturen des Altertums“. Er ist Ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Mitglied der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI und des Wissenschaftlichen Beirats der Gerda Henkel Stiftung. Seit 2013 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Forschungsschwerpunkt von Prof. Zimmermann ist die historische Landeskunde Kleinasiens.
Mit dem römischen Kaiser Augustus verbindet man in der Regel eine Blüte der Stadt Rom und eine strahlende Friedenszeit. Die Anfänge des Kaisers in der römischen Bürgerkriegszeit waren aber sehr gewalttätig und brutal. Daher mußte er im ersten Jahrzehnt seiner Regierung die öffentliche Erinnerung an die Bürgerkriege in neue Bahnen lenken, um von seiner unrühmlichen Rolle abzulenken. Das dabei gewählte Vorgehen soll in dem Vortrag nachgezeichnet werden. Es eröffnet interessante Einblicke in politische Taktik der Zeit, verdeutlicht aber auch, (...)
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Mittwoch, 17. Juni 2015, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude - Raum M018
Prof. Helene von Bibra
Prof. Dr. Helene von Bibra hat an der LMU Humanmedizin studiert und wurde 2001 an der TUM für das Fach Kardiologie habilitiert. Sie wurde nach langjähriger Tätigkeit in der Kardiologie, Klinikum rechts der Isar und am Karolinska Krankenhaus in Stockholm wissenschaftliche Leiterin des interdisziplinären Gebietes Diabetologie,Stoffwechsel und Kardiologie im städtischen Klinikum Bogenhausen-München.
Während die Zivilisationskrankheiten Übergewicht, Diabetes und Herzerkrankungen nun auch in der dritten Welt epidemisch zunehmen, wird ihrer gemeinsamen Stoffwechsel Grundlage, der Insulinresistenz, relativ wenig präventives und therapeutisches Interesse von ärztlichen Fachgesellschaften und Gesundheitspolitik gezollt. Das ist umso bedauerlicher, als Insulinresistenz durch einfache Lebensstilveränderungen, (...)
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Dienstag, 12. Mai 2015, 19:30 Uhr
LMU Hauptgebäude Raum D209
Prof. Dr. Hans Maier
Prof. Dr. Hans Maier war von 1962–1999 Ordentlicher Professor für politische Wissenschaft und später für christliche Weltanschauung an der Universität München, von 1970–1986 war er bayerischer Kultusminister. Daneben war er 12 Jahre lang Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und – nicht zuletzt – 30 Jahre lang Vertrauensdozent der Studienstiftung. Hinzu kommen zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. zum Verhältnis von Religion, Politik und Gewalt.
Gewalt im Namen des Glaubens wird heute meist mit dem radikalen Islamismus verbunden, aber es gibt oder gab sie in vielen Religionen. Hierbei zeigen diese trotz ihrer Verschiedenheit gewisse Parallelen. Der Vortrag wird exemplarisch aufzeigen, wie die Gewalt ins Christentum kam, wie sie gerechtfertigt wurde und wie sie nach vielen Jahrhunderten (weitgehend) überwunden wurde.
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Donnerstag, 15. Januar 2015, 19:30 Uhr
Hörsaal B001, Oettingenstraße 67; Anfahrt: Tram 18/Bus 154 zur Haltestelle „Tivolistraße“ bzw. Bus 54 „Hirschauer Straße“ (4 min ab U-Bahn-Haltestelle „Giselastraße“).
Vortrag
Bastian Brinkmann, Alumnus der Studienstiftung und geboren 1988, hat Volkswirtschaftslehre und Politik an der Universität zu Köln studiert und die Kölner Journalistenschule besucht. Nach Stationen in Korea, Dublin und Brüssel arbeitet er heute als Wirtschaftsredakteur im Online-Team der "Süddeutschen Zeitung". Seit dem Frühjahr 2013 hat er dort die Enthüllungen der Offshore-Leaks mitrecherchiert und das gigantische Datenleck aus dem Inneren der Steueroasen ausgewertet. Für diese Arbeit wurde er mit seinem Team im Oktober 2013 mit dem Helmut-Schmidt-Journalistenpreis ausgezeichnet.
Hoeneß hatte Dutzende Millionen in der Schweiz, nun sitzt er im Gefängnis. Konzerne wie Google und Apple parken Milliarden in Steueroasen, sie organisieren ihre Steuerflucht perfekt – und total legal. Während in den Ländern, in denen sie ihre Umsätze erwirtschaften, das Geld für Bildung, (...)
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Dienstag, 2. Dezember 2014, 19:30 Uhr
im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz, 1. OG, Raum M118; Anfahrt: U3/U6 Universität
Vortrag
Frau Prof. Dr. Stykow studierte Geschichte an der Staatlichen Lomonossov-Universität in Moskau und wurde 1990 an der PH Dresden promoviert. Nach Zwischenstationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistentin an der Humboldt-Universität zu Berlin und bei der Max-Planck-Gesellschaft wurde sie 2004 im Fach Politikwissenschaften an der HU Berlin habilitiert.
Frau Prof. Stykow ist seit 2004 Professorin der LE „Vergleich politischer Systeme (Schwerpunkt GUS und Osteuropa)“ am Geschwister-Scholl-Institut der LMU und forscht u.a. zu Wahlen und Regierungssystemen in Eurasien und deren Rolle zur Stabilisierung und Konsolidierung autoritärer Regime und über die historisch späten Demokratisierungsprozesse in Osteuropa. Seit der Unabhängigkeit der Ukraine prägen die höchst spannungsvollen Prozesse der Demokratisierung und der Herausbildung eines funktionsfähigen Nationalstaats die Inhalte und Formen des Machtwettbewerbs der Eliten. Zum entscheidenden Faktor ihrer Auseinandersetzungen wird mitunter die Mobilisierung von Protest. Deutlicher als die Orange Revolution, (...)
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Dienstag, 17. Juni 2014, 19:30 Uhr
im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz, 1. OG, Raum M118; Anfahrt: U3/U6 Universität
Sabine Wilke (CARE)
Sabine Wilke ist Diplom-Politikwissenschaftlerin, Pressesprecherin von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. und Alumna der Studienstiftung. Die in Bonn ansässige Hilfsorganisation ist Teil von CARE International, einer der weltweit größten privaten Nothilfe- und Entwicklungsorganisationen. Gegründet 1945 und bekannt geworden durch die Verteilung von rund 100 Millionen CARE-Paketen im Nachkriegseuropa, leistet CARE heute in über 80 Ländern unabhängig von politischer Anschauung und religiöser Zugehörigkeit Hilfe. Die Gleichstellung von Frauen und Mädchen steht dabei im Zentrum der Arbeit. Vor ihrer Tätigkeit bei CARE arbeitete Sabine Wilke u.a. bei der UN und der damaligen GTZ in Westafrika.
Weltweit sind über 45 Millionen Menschen auf der Flucht: vor Krieg und Unterdrückung, vor Armut und Perspektivlosigkeit. Sie fliehen, weil der Klimawandel ihnen die Lebensgrundlage nimmt, weil Bomben ihre Häuser zerstören oder weil chronische Armut und Unterversorgung ein Leben in Würde unmöglich machen. Die Fluchtwege sind gefährlich, die Zukunft ungewiss. (...)
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Mittwoch, 14. Mai 2014, 19:30 Uhr
Oettingenstraße 67; Hörsaal B001. Anfahrt: Tram 18 Tivolistraße; Bus 54/154 Hirschauer Straße; kostenpflichtige Parkplätze am Chinesischen Turm.
Prof. Dr. Rolf Michael Schneider (LMU)
Prof. Dr. Schneider studierte sowohl Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Spätantike und Byzantinische Kunstgeschichte, als auch Evangelische Theologie an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Rom und wurde an der Universität Heidelberg promoviert und habilitiert. Nach Zwischenstationen in Marburg, Harvard und Cambridge (UK) wurde er 2001 Professor für Klassische Archäologie an der LMU München.
Seine Forschungsinteressen sind u.a. „Entwurf, Kontext und Funktion von Bauwerken und Bildern“, „Körperbild und Anatomie“ und „Theorien und Methoden der Rekonstruktion visueller Vergangenheiten“. Zum Vortrag: Im Mittelpunkt steht einer der längsten historischen Bildfriese aus Marmor, die wir kennen. (...)
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Dienstag, 18. Februar 2014, 19:30 Uhr
Haus der Kulturinstitute; Raum tba; Anfahrt: Katharina-von-Bora-Str. 10; U2 Königsplatz; Tram27/28 Karolinenplatz
Günther Kraußer
Günther Kraußer, Jahrgang 1961, hat seinen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Nürnberg erworben. Im Jahre 1986 begann sein beruflicher Werdegang im Investment Banking bei JP Morgan Chase & Co. in London und Frankfurt. Er wechselte 1991 in das Finanzmanagement von Unternehmen, um zunächst bei der Stihl AG & Co. KG sowie bei der Porsche AG das Treasury aufzubauen und die Finanzierung zu verantworten. Im Anschluss übernahm er die kaufmännische Gesamtverantwortung bei der Riedhammer GmbH, der Mauser AG und der Azelis S.A. Nach seiner Zeit als Finanzvorstand wirkt er seit 2012 als nicht-geschäftsführendes Mitglied im Board der Azelis S.A. und übernimmt Mandate als Beirat und Aufsichtsrat.
„Manche Finanzinvestoren … fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter.“ (Franz Müntefering am 17.04.2005 in BamS) Stimmt diese These? Wären Finanzinvestoren (engl. „Private Equity“) demnach zu verdammen? Gibt es eine differenziertere Sichtweise oder gar Anlass zur Bewunderung des Geschäftsmodells? Der Vortrag liefert eine kritische Auseinandersetzung aus Sicht eines Beteiligten - und einen Ausblick auf zu ändernde rechtliche Rahmenbedingungen. Finanzinvestoren können der rettende Strohhalm für Unternehmen in der Krise, (...)
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Dienstag, 5. November 2013, 19:30 Uhr
Geschwister-Scholl-Platz - Hauptgebäude der LMU Raum A140 - U-Bahn U3/6 Universität
Prof. Dr. Gerhard Illing (LMU) und Philippine Cour-Thimann (EZB)
Prof. Dr. Gerhard Illing ist seit 2001 Ordinarius des Seminars für Makroökonomie an der LMU München. Sein Forschungsschwerpunkt sind die Erforschung von Finanz- und Bankenkrisen und deren Implikationen für die Wirtschafts- und Zentralbankpolitik. Er ist Autor zahlreicher Lehrbücher und Vertrauensdozent im Max-Weber-Programm der Studienstiftung. Philippine Cour-Thimann ist Principal Economist in der Monetary Policy Stance Abteilung der Europäischen Zentralbank (EZB), welche sich mit der aktuellen geldpolitischen Ausrichtung der EZB befasst und deren geldpolitischen Entscheidungen maßgeblich vorbereitet. Vor ihrem Eintritt in die EZB im Jahr 1999 war sie am Centre d’Etudes Prospectives et d’Informations Internationales (CEPII) in Paris und bei der Banque Indosuez ebenfalls in Paris.
Der Vortrag von Professor Illing beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Geldpolitik in der Eurokrise. Fehler im Design der Governance-Struktur im Euroraum werden aufgezeigt und verfügbare Optionen zur Lösung der Krise analysiert. Im zweiten Teil wird Philippine Cour-Thimann die Entwicklung der Target Salden im Lauf der Eurokrise darstellen, die in den letzten Jahren im Zentrum zahlreicher Diskussionen um die Funktionsfähigkeit des Eurosystems gestanden haben.
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Mittwoch, 19. Juni 2013, 19:30 Uhr
Geschwister-Scholl-Platz - Hauptgebäude der LMU Raum M018 - U-Bahn U3/6 Universität
Prof. Dr. Hans Maier
Prof. Dr. Hans Maier war von 1962–1999 Ordentlicher Professor für politische Wissenschaft und später für christliche Weltanschauung an der Universität München, von 1970–1986 war er bayerischer Kultusminister. Daneben war er 12 Jahre lang Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und – nicht zuletzt – 30 Jahre lang Vertrauensdozent der Studienstiftung. Hinzu kommen zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. zum Verhältnis von Religion, Politik und Gewalt.
--- VERANSTALTUNG ABGESAGT --- Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung, leider muss das Daidalos-Kolloquium mit Prof. Dr. Hans Maier am 07.Mai 2013 zum Thema "Religion und Gewalt am Beispiel des Christentums" aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Wir bitten dies zu beachten und würden uns freuen, Euch bei unserem nächsten Vortrag am Mittwoch, (...)
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Dienstag, 7. Mai 2013, 19:30 Uhr
Raum wird noch bekannt gegeben
Prof. Dr. Jens Waschke
Jens Waschke studierte Humanmedizin an der Universität Würzburg. 2007 habilitierte er an der Universität Würzburg für das Fach Anatomie und Zellbiologie. 2011 erhielt er einen Ruf an die LMU München, wo er nun Leiter des Lehrstuhls für Anatomie I ist. Zusätzlich engagiert er sich als Prüfer und Berater bei der bayrischen Landesärztekammer und als Mentor für das Max-Weber-Programm der Studienstiftung.
Anatomie - für Mediziner, wie auch besonders für Nichtmediziner, führt dieser Begriff weitläufige Assoziationen mit sich: Leichen, der Geruch von Formalin, Tod, aber auch Erkenntnis und Ehrfurcht. Die Anatomie ist ein Fachgebiet der Medizin mit genauso langer wie schauriger Geschichte. (...)
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Mittwoch, 23. Januar 2013, 19:30 Uhr
Anatomisches Institut der LMU, Pettenkoferstrasse 11, 80336 München
Prof. Dr. Gerhard Buchalla
Gerhard Buchalla ist seit 2002 Professor für Theoretische Physik an der LMU München, wo er sich mit der Physik der Elementarteilchen beschäftigt. Davor arbeitete er am Fermilab bei Chicago, am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) in Menlo Park und von 1997 bis 2002 am Forschungszentrum CERN in der Nähe von Genf.
Quarks und Leptonen bilden die kleinsten Bausteine der Materie, und damit das moderne "Periodensystem der Elemente". Diese Teilchen und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte bestimmen grundlegende Eigenschaften der uns umgebenden Welt. Erstaunliche Zusammenhänge lassen sich erkennen, die erst auf der Ebene der Elementarteilchen sichtbar werden. Experimente an Beschleunigern, wie dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN, (...)
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Mittwoch, 7. November 2012, 19:30 Uhr
Hauptgebäude LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal M018
Dr. Peter Barth
Nach dem Studium des Ingenieurwesens und der Politik an den Hochschulen Regensburg und München, promovierte Peter Barth im Bereich politische Wissenschaften an der LMU München. Während dieser Zeit war er Mitarbeiter an verschiedenen Forschungsinstituten, wie dem Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften und dem Forschungsinstitut für Friedenspolitik sowie Geschäftsführer des European Center for International Security (EUCIS). Heute ist Dr. Peter Barth Professor für European Studies an der Hochschule München.
Was mit der Selbstverbrennung eines jungen Mannes in Tunesien begann, ist zum Flächenbrand für eine ganze Region geworden: Die arabische Welt von Tunesien über Ägypten, bis hin zu Libyen und Syrien ist im Aufruhr. Das Ausmaß und der Umfang der Proteste werden kein Zurück zulassen. Jedoch bleibt fraglich, ob die als Diktaturen verfestigen Systeme überwunden werden können und in welche Richtungen sich Entwicklungen abzeichnen.
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Dienstag, 10. Juli 2012, 19:30 Uhr
Hauptgebäude LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal M118
Boris Nikolai Konrad
Boris Nikolai Konrad ist Experte für das Namensgedächtnis und Gedächtnistraining. Er forscht am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über die Grundlagen außergewöhnlicher Gedächtnisleistungen basierend auf der Verwendung von Mnemotechniken. Nach erfolgreichem Studium der Physik und Informatik in Dortmund zog es ihn hierfür nach München. Zugleich ist er selbst Weltrekordhalter im Namen merken und Präsident von memoryXL e.V., der Europäischen Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses, dem größten Gedächtnissportverein Europas.
Gute Gedächtnisleistungen faszinieren von je her. Gedächtniskünstler treten in Fernsehsendungen auf, Bücher zu diesem Thema sind beliebt. Trotzdem ist über die Gedächtnistechniken auf denen beeindruckende Leistungen wie das Merken einer Zahl mit 500 Stellen in fünf Minuten oder das Lernen von 201 Namen zu den passenden Gesichtern in einer Viertelstunde oft wenig bekannt. In der psychologischen Literatur finden sich viele Einzelfallberichte und einige Gruppenstudien, welche die Wirkung der Techniken klar belegen. In den letzten Jahren konnte mittels bildgebender Verfahren und erfahrenen Gedächtnissportlern einiges mehr über die Grundlagen der Methoden in Erfahrung gebracht werden. (...)
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Donnerstag, 19. Januar 2012, 19:30 Uhr
Hauptgebäude LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal B201
Vortrag
Prof. Dr. Klaus Schmidt ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gründungsdirektor des Munich Experimental Laboratory for the Economic and Social Sciences (MELESSA).
In den Wirtschaftswissenschaften kündigt sich ein Paradigmenwechsel an. Seit mehr als 100 Jahren ist die Grundlage fast aller ökonomischer Theorien das Menschenbild des Homo Oeconomicus, jenes vollständig rationalen Wesens, das ständig bestrebt ist, seinen eigenen, materiellen Nutzen zu maximieren. In jüngster Zeit ist das Vertrauen in die Nützlichkeit dieses Modells jedoch erschüttert worden, (...)
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Dienstag, 8. Mai 2012, 19:30 Uhr
Hauptgebäude LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal M 118
Prof. Dr. Volker Rieble
Prof. Dr. Volker Rieble ist Inhaber des Lehrstuhls für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München und geschäftsführender Direktor des Zentrums für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht (ZAAR) der LMU München. Er entlarvte einige Fälle von Plagiaten an deutschen Universitäten und war vergangenen Monat Schlichter im Fluglotsen-Streik.
„Rechtsgenosse ist nur wer Volksgenosse ist. Wer außerhalb der Volksgemeinschaft steht, steht auch nicht im Recht.“ Mit diesem (abscheulichen) Gedanken hat Karl Larenz 1935 die Entrechtung deutscher Juden begründet. Doch die Volksgenossenschaft ist an sich kein abwegiger Gedanke: Rechtsstellung und Rechtsschutz werden von einer Stammeszugehörigkeit abgeleitet, weswegen Nicht-Mitglieder keine Rechte haben. Bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland bedeutet dies, (...)
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Donnerstag, 3. November 2011, 19:30 Uhr
Hauptgebäude LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal M 018
Vortrag
Podiumsdiskussion
Stammzellen, Gentherapie, Tissue Engeneering - das sich rasch entwickelnde Feld der regenerativen Medizin hat viele Gesichter. Um einen Einblick in die aktuelle Forschungslage, die ethischen Kontroversen und Probleme, sowie die Zukunft der Medizin zu ermöglichen, laden wir zur Podiumsdiskussion "Regenerative Medizin - Gesund bis 120?!" ein. (...)
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Mittwoch, 15. Juni 2011, 19:30 Uhr
im Hörsaal HS 1100 im Hauptgebäude der TU München, Eingang Arcisstraße 21
Dr. Agnes Kunkel
Dr. Agnes Kunkel war von 1986 bis 2005 Unternehmensberaterin u. a. bei McKinsey. Insbesondere als Beraterin von Unternehmenskäufern und -verkäufern hat sie Verhandlungspraxis erworben. 2006 erschien ihr Buch "Verhandeln nach Drehbuch" in Zusammenarbeit mit Dr. Peter Bräutigam. Seit 2009 hat sie den Lehrauftrag "International Negotiation" an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.
Messerscharfe Argumente, Schlagfertigkeit und eine stimmige Körpersprache – was auf der Leinwand so leicht erscheint, ist im Berufsalltag oft schwer umzusetzen. Kritische Verhandlungssituationen und schwierige Gesprächspartner bringen selbst routinierte Fach- und Führungskräfte unter Druck. Hier hilft das Konzept der 7 Verhandlungsphasen, verschiedene taktische Schachzüge zu einem sinnvollen strategischen Ganzen zusammenzufügen. Schlüsselszenen aus „Der Pate“, (...)
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Dienstag, 25. Januar 2011, 19:30 Uhr
Hörsaal M018, Hauptgebäude LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
Prof. Dr. Klaus Schäfer
Herr Prof. Dr. Klaus Schäfer ist Geschäftsführer des FFF Bayern und Honorarprofessor an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Neben diesen Tätigkeiten nimmt er noch weitere in der Filmbranche wahr: Er ist unter anderem in der FFA als Mitglied des Verwaltungsrats vertreten und Co-Geschäftsführer der Bayerischen Filmzentrum GmbH.
Film ist teuer! Weil es sich stets um Einzelstücke und keine Fließbandarbeiten handelt, sogar sehr teuer, und die Budgets fallen nicht vom Himmel. Deshalb braucht man leistungsfähige Finanziers. All die Filme, über deren Erfolge wir uns mit Recht freuen, wie etwa die Oscar-Gewinner „Nirgendwo in Afrika“ oder „Das Leben der Anderen“, (...)
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Donnerstag, 11. November 2010, 19:30 Uhr
Hörsaal A125, Hauptgebäude LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
Prof. Dr. Christoph Bräuchle
Prof. Dr. Christoph Bräuchle ist Inhaber des Lehrstuhls für Physikalische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität und beschäftigt sich mit »Single Molecules in Nano- and Biosystems«. Unter anderem ist er Koordinator in den Excellenzclustern »Center for Integrated Protein Science« (CIPS) und »Nanosystems Initiative Munich« (NIM) an der LMU München. Außerdem ist er seit 2008 Mitglied des DFG Fachkollegiums »Physikalische und Theoretische Chemie«.
Nanopartikel sind nur Millionstel Millimeter groß und können aufgrund ihrer vielfältigen Eigenschaften zu ganz neuartigen Produkten führen. In der medizinischen Therapie, wie z.B. der Krebstherapie, sollen winzige Nanofähren oder künstliche Viren Wirkstoffe bzw. Gene in die Zellen schleusen. (...)
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Donnerstag, 8. Juli 2010, 19:30 Uhr
Hörsaal A125, Hauptgebäude LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
Lutz Meyer
Der Dozent verantwortet in der Einkaufsstrategieentwicklung der BMW Group Fahrzeugprojekte in der frühen Phase der Produktentwicklung. Sein zentrales Betätigungsfeld sind dabei alternative Antriebe von Hybridfahrzeugen bis zu Elektroautos.
Beim Gang über eine Automobilaustellung wird dem Besucher derzeit eindrucksvoll vor Augen geführt, dass die Zukunft des Automobils nicht ohne elektrische Antriebe auskommt. Doch abseits der repräsentativen Prototypen haben die großen Hersteller ihren Ankündigungen bislang kaum Taten folgen lassen. Neigt sich die hundertjährige Erfolgsgeschichte des Verbrennungsmotors ihrem Ende entgegen? Setzen Kunden und Automobilhersteller ihre Hoffnung zu Recht auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge? Unter welchen Rahmenbedingungen ist der Elektroantrieb überhaupt ökologisch und ökonomisch sinnvoll? Der Vortrag soll einen Einblick in das komplexe Themenfeld der alternativen Antriebe geben und die emotional geführte Diskussion über die Individualmobilität um sachliche Argumente ergänzen.
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Donnerstag, 6. Mai 2010, 19:30 Uhr
Hörsaal E004, Hauptgebäude LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Erdgeschoss
Prof. Dr. Wolfram Mauser
Prof. Dr. Mauser ist Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, Inhaber des Lehrstuhls für Geographie und geographische Fernerkundung und unter anderem Vorsitzender des Nationalen Komitees für die Global Change Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Der Wasserkreislauf der Erde bildet eine zentrale Grundlage für das Leben und das Überleben der Menschen. Seriöse Abschätzungen besagen, dass bis zum Jahr 2025 ein Drittel der Weltbevölkerung von akutem Wassermangel betroffen sein wird. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Bevölkerungswachstum über Konsumgewohnheiten bis zum globalen Klimawandel. Der Vortrag soll sie analysieren und unterschiedliche Zukunftsoptionen aufzeigen, die geeignet sind, mit der sich abzeichnenden Wasserkrise fertig zu werden. (...)
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Donnerstag, 21. Januar 2010, 19:30 Uhr
Pettenkofer-Hörsaal Raum 320 (3. OG) im Pettenkofer Institut, Pettenkofer Str. 9a
Erik Händeler
Der Dozent begann seine journalistische Laufbahn bereits früh in Ingolstadt und studierte daraufhin Volkswirtschaft und Wirtschaftspolitik. Heute ist er unter anderem ein Spezialist für die Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen.
Nicht die Gier und Zockerei der Banker hat die jetzige Wirtschaftskrise ausgelöst; die Ursachen liegen tiefer. Nach vielen Jahren, in denen Produktivitätsschübe - ausgelöst vor allem durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie - hohe Profite brachten und neue Investitionen anschoben, wurde in den letzten Jahren weniger verdient, daher sank das Interesse an Krediten, also sanken die Zinsen, und auf der Suche nach Gewinnmöglichkeiten wurden die Kreditgeber immer leichtsinniger, (...)
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Donnerstag, 12. November 2009, 19:30 Uhr
Pettenkofer-Hörsaal Raum 320 (3. OG) im Pettenkofer Institut, Pettenkofer Str. 9a
Prof. Dr. Werner Goebel
Der Dozent war bis 2007 Vorstand des Lehrstuhls für Mikrobiologie am Biozentrum der Universität Würzburg und ist seitdem Gastwissenschaftler am Max von Pettenkofer Institut München.
Impfung ist die erfolgreichste medizinische Maßnahme gegen Infektionskrankheiten. Ihr verdanken wir, dass Pocken- und Polio- Infektionen heute allenfalls noch sporadisch auftreten und das Auftreten anderer schwerer, durch Viren oder Bakterien ausgelösten Epidemien (Masern, Diphtherie, Tetanus, Scharlach u. (...)
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Donnerstag, 9. Juli 2009, 19:30 Uhr
Pettenkofer-Hörsaal Raum 320 (3. OG) im Pettenkofer Institut, Pettenkofer Str. 9a
Michael Fackler
Der Dozent hat bei einer Versicherung in Rom und Rückversicherern in München gearbeitet, bevor er sich als Aktuar selbstständig machte. Er ist Mitglied der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV).
Die Finanzkrise von 2008 hat neben den wirtschaftlichen Folgen viel Wut erzeugt - es scheint, dass die Akteure in der Finanzindustrie alle unfähig oder Betrüger sind, oder beides. Mag dies in Einzelfällen auch zutreffen, so gibt es doch tiefere Gründe für die Krise: Es deutet manches darauf hin, dass unsere Welt viel unsicherer ist, als wir glauben (wollen). (...)
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Donnerstag, 7. Mai 2009, 19:30 Uhr
LMU Raum B005, Theresienstraße 39
Prof. Dr. Bettina von Jagow
Frau Prof. von Jagow ist Dorothea-Erxleben-Gastprofessorin am Institut für Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Franz Kafka gehört international zu den meistrezipiertesten Autoren der Moderne. In diesem Jahr wäre er am 3. Juli 125 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ist eine Reihe neuer Titel über den Autor und sein Werk erschienen. Auch der angekündigte Abend möchte den mythenumwobenen deutschsprachigen Prager Juden ins Visier nehmen. Um die Autorfigur hat sich von Beginn an eine Vielzahl von Geschichten gesponnen – vor allem seit Max Brod Franz Kafkas Werk mit der ersten „Gesamtausgabe“ (1946ff.) einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen wollte, (...)
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Donnerstag, 13. November 2008, 19:30 Uhr
Hörsaal A021 nahe dem Lichthof der LMU im Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1
Prof. Dr. Hans-Joachim Bungartz
Prof. Bungartz ist Inhaber des Lehrstuhls für Informatik der TU München mit Schwerpunkt Wissenschaftliches Rechnen.
Die Simulation hat sich in nahezu allen Bereichen der Ingenieur- und Naturwissenschaften als „dritter Weg“ zum Erkenntniserwerb etabliert, neben theoretischer Betrachtung und experimentellen Untersuchungen. Klimaforschung, Astrophysik und Geophysik, Automobil- und Halbleiterindustrie, Kernwaffentests (auch das soll nicht verschwiegen werden) – überall ist ein Arbeiten ohne Simulationen längst nicht mehr vorstellbar. In jüngerer Zeit ist der Funke aber auch auf andere Felder übergesprungen. (...)
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Mittwoch, 9. Juli 2008, 19:30 Uhr
Hörsaal A014 am Lichthof der LMU im Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1
Prof. Dr. Benedikt Grothe
Prof. Grothe ist Direktor der Abteilung Neurobiologie am Biozentrum der Ludwig-Maximilians-Universität.
Neue Methoden haben in den letzten Jahren die Neurowissenschaften revolutioniert und erlauben ganz neue Einblicke in die Arbeitsweisen unseres Gehirns. Daraus ergeben sich ganz neue Perspektiven für medizinische Anwendung, beispielsweise für neuronal gesteuerte Prothesen. Aber auch außerhalb der Medizin sind die Neurowissenschaften zunehmend im Brennpunkt. So wird kontrovers über mögliche Konsequenzen neurobiologischer Erkenntnisse und/oder moderner Scanning-Methoden für das Rechtssystem diskutiert, oder zunehmend öffentlich Fragen der Manipulation oder Verbesserung von Hirnleistungen erörtert. Der Vortrag führt kritisch in einige der politisch und ethisch relevanten Fragen ein.
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Donnerstag, 8. Mai 2008, 19:30 Uhr
LMU Raum B005, Theresienstraße 39
Prof. Dr. Dr. Karl Homann
Prof. Homann ist Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie und Ökonomik an der LMU München.
Die Grundbegriffe und Kategorien unserer Ethik sind vor dem Hintergrund vormoderner Gesellschaften entstanden. Da wir in modernen Gesellschaften leben, sind Anpassungen in der Ethik nötig, auch wenn wir an den grundlegenden Werten, Freiheit und Würde des Einzelnen und Solidarität aller Menschen, festhalten. Dies führt zu kontraintuitiven und kontraintentionalen Sätzen wie: Wettbewerb ist solidarischer als Teilen. (...)
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Dienstag, 4. Dezember 2007, 19:30 Uhr
LMU Raum B005, Theresienstraße 39
Vortrag
Prof. Schottenloher arbeitet am mathematischen Institut der LMU auf den Feldern Komplexe Analysis, Mathematische Physik und Spieltheorie.
Spieltheorie ist interaktive Entscheidungstheorie: In einer Situation mit verschiedenen Akteuren geht es darum, die strategische Entscheidung des einen unter Abwägung der voraussichtlichen Entscheidungen der anderen zu fällen. Bei bekannten Spielen mit festen Spielregeln, wie z.B. Schach oder Skat, läuft das meist darauf hinaus, (...)
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Material zum Vortrag: [Spieltheorie 12.7.07.pdf]
Donnerstag, 12. Juli 2007, 19:30 Uhr
LMU Raum B005, Theresienstraße 39
Vortrag
Prof. Heesemann ist Leiter des Max von Pettenkofer-Instituts für Hygienie und medizinische Mikrobiologie, LMU München.

Donnerstag, 10. Mai 2007, 19:30 Uhr
Pettenkofer Institut, Pettenkofer Str. 9a, Raum 320 (3. OG)
daidalos-kolloquium.de - 16.12.2017